Märkische Allgemeine: GESUNDHEIT: Vom Großen ins Kleine

Schweinegrippe-Impfstoff kommt aus Waltersdorf

SCHÖNEFELD - Dass Haemato Pharm ein medizinisches Unternehmen ist, merkt man am Namen – und an den Betriebstoiletten. Ein Behälter mit blauer Desinfektionsflüssigkeit ist genauso Standard wie ein bunter „Hautschutz- und Händehygieneplan“, der vorschreibt, wann man sich wie und womit die Hände zu waschen hat. Eigentlich ist so etwas für Mitarbeiter von Apotheken gedacht, und die beliefert das Unternehmen auch – in den kommenden Wochen vor allem mit Pandemrix, dem Impfstoff gegen die Schweinegrippe.

Jede Dosis, die in Brandenburg gespritzt wird, macht Zwischenstation im Schönefelder Ortsteil Waltersdorf (Dahme-Spreewald), wo das Unternehmen seit dem Frühjahr ansässig ist. Claudia Pulat präpariert sich in einer kleinen Kammer im Erdgeschoss, der „Schleuse“, mit Kittel, zwei Plastikbeuteln über den Stiefeln und einer Plastikhaube für ihre blonde Mähne. Die Pharmazeutin leitet die Abteilung Herstellung. Nur wer die Hygienevorschriften einhält, darf den schmalen Raum betreten, in dem Pandemrix und all die anderen Produkte, die das Unternehmen vertreibt, für die Auslieferung vorbereitet werden.

Drei „penible und zuverlässige“ Mitarbeiter hat Vorstand Martin Kalveram neu eingestellt, um flexibel auf die Impfstoff-Nachfrage reagieren zu können. Ob das ausreicht, wird sich zeigen – in dieser Woche werden die Impfdosen in Waltersdorf erstmals für die bestellenden Apotheken umgepackt anstatt wie bisher – bei den Behördenaufträgen – als Großpackung verschickt zu werden.
Diese „Auseinzelung“ leisten schnell und leise routinierte Hände in Gummihandschuhen. Die kleinen Fläschchen wandern vom großen Paket in fünfzig kleine, Beipackzettel dazu, fertig – die Verpackung für die Impfportionen hat das Unternehmen selbst entwickelt. Eine fertige Mischung enthält zehn „Shots“, wie Vertriebschef Patrick Brenske es nennt, reicht also für zehn Patienten. Pro Woche können 10 000 Brandenburger geimpft werden – wenn sie es denn wollen.

An der Diskussion um den Impfstoff wollen sich weder Kalveram noch Brenske beteiligen, sie seien nur Dienstleister ohne die nötige Expertise. Der Auftrag sei eine Ehre. Nur Pharmazeutin Pulat schimpft leise über „die unsachliche Diskussion in den Medien“.
Alle drei sind, wie ihre 30 Kollegen, noch nicht geimpft. Das passiere „demnächst“, versichert Pulat. „Das wäre ja auch gar nicht gut“, sagt Martin Kalveram mit einem Hüsteln, „wenn wir, die wir alle mit dem Impfstoff versorgen wollen, dann selbst flach liegen würden.“ (Von Eva-Maria Träger)

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