FocusMoney - Welche Sicherheit hätten Sie denn gerne?

Sie wollen zurzeit auf Nummer sicher gehen? Dann brauchen Sie Aktien aus dem deutschen Mittelstand! Warum diese kleinen Überflieger jetzt alle Rekorde knacken

Sicherheit? Die gibt es an der Börse doch gar nicht, oder? Gibt es wohl! Zwar besteht die Sicherheit nicht unbedingt aus Aktienkursen, die immer weiter nach oben klettern und niemals abrutschen. Aber es gibt zumindest Werte, die mehr Stabilität bieten als andere. Sie alle kommen aus dem deutschen Mittelstand und haben unterschiedliche Sicherheitsaspekte im Angebot: entweder eine hohe Dividendenrendite, viel Substanz in der Bilanz, ein großes Bewusstsein für Megatrends oder eine starke Verankerung auf dem deutschen Heimatmarkt Also: Welche Sicherheit hätten Sie denn gerne?

Kleine Schlösser.

Dass kleine Unternehmen an der Börse oft mehr Erfolg haben als Riesenkonzerne, ist schwarz auf weiß ersichtlich: Der SDax zum Beispiel ist seit 2009 um satte 50 Prozentpunkte besser gelaufen als der deutsche Leitindex. Auch performen manche Aktienkurse von hiesigen Unternehmen, die im Entry Standard gelistet sind (das ist das kleinste Börsensegment), besser als der gesamte CDax - er umfasst alle deutschen Werte an der Frankfurter Börse. FOCUS-MONEY hat mittelständische Smallcaps unter die Lupe genommen und verrät, welche von ihnen jetzt viel Potenzial haben. Und: mit welchen Sicherheitsaspekten sie an der Börse punkten können.

Sichere Rendite.

Die Dividende ist Anlegern mit am wichtigsten- das ergab eine Umfrage der Deutschen Post unter ihren Kleinaktionären. Gemeinsam mit der Ruhr Universität Bochum und dem Deutschen Aktieninstitut kitzelten die Befrager die Vorlieben der Aktionäre heraus. Das Pikante: Hohe Kursgewinne spielen die zweite Geige, auf die Dividende kommt es an. 33 Prozent der Befragten wollen eine hohe Dividende und akzeptieren im Gegenzug sogar eine geringe Kurssteigerung. Die Dividende steht also weit oben auf der Wunschliste. Das mittelständische Pharma-Unternehmen Haemato aus Berlin kann liefern (siehe Kasten unten): Mit Importen von Medikamenten verdient das Unternehmen viel Geld, sodass es seinen Anlegern eine stolze Rendite von 5,7 Prozent bieten kann. Kommendes Jahr sollen es sogar 6,2 Prozent werden. Im Schnitt gilt eine Dividendenrendite von drei Prozent schon als hoch. Wir sagen deshalb: Chapeau!

Kaum Ausschläge.

Damit Anleger beim Aktienkauf ein sicheres Gefühl haben, sollten Aktienkurse zudem möglichst wenig Ausschläge nach unten haben. Das ist oft der Fall, wenn das jeweilige Unternehmen auf große Megatrends setzt, beispielsweise die weltweite Digitalisierung. Deutsche Mittelständler wie Cenit sorgen dafür, dass Dax-Konzerne wie BMW und Allianz auf dem neuesten Stand der Technik bleiben. Der Aktienkurs des Unternehmens hat sich bereits vervierfacht und hat immer noch ein Kurspotenzial von gut 30 Prozent. Neben globalen gibt es auch regionale Megatrends: Den deutschen Immobilien-Boom zum Beispiel. So profitiert der Mittelständler und Wohnungsverwalter Sedlmayr Grund und Immobilien von historisch niedrigen Zinsen und einer Rekordnachfrage: Er kauft neue Wohnungen zu günstigen Konditionen und vermietet sie in der teuersten Gegend Deutschlands weiter, in München. Das Resultat: eine hohe Gewinnmarge (der Umsatzanteil, der nach allen Abzügen unterm Strich übrig bleibt) von 30 Prozent.

Liebe zur Aktie.

Sicherheit bieten Aktien zudem immer dann, wenn Anleger auf Unternehmen setzen, die starke Emotionen für die Heimat wecken. Weil Investoren der BHB Brauholding das Ingolstädter Bier lieben, hängen sie an der Aktie des Mittelständlers. Jedes Jahr schwören sie sich aufs Neue: Wir verkaufen dieses Papier niemals! Jana Tilz

Rendite mit Reimporten

Für Betroffene ist die Diagnose ein echter Schock: HIV-, Krebs- und Rheuma-Erkrankungen sind oft nur mit einer langwierigen Therapie behandelbar. Es müssen gezielte Medikamente eingesetzt werden, die in der Herstellung sehr teuer sind.
Das Berliner Unternehmen Haemato (hieß zuvor Windsor) kauft diese Medikamente von Herstellern wie Roche im Ausland ein und importiert sie wieder nach Deutschland. Es ist das Gleiche, das bekanntlich oft mit Autos geschieht: Da die Fahrzeuge im europäischen Ausland preiswerter angeboten werden - weil dort zum Beispiel die Gehälter niedriger sind und sich Menschen nicht so viel leisten können wie hierzulande - , reimportieren wir die günstigen Fahrzeuge. Haemato macht das mit patentgeschützten Arzneimitteln: Mitarbeiter verpacken die Präparate neu und verkaufen sie für 15 Euro oder maximal 15 Prozent günstiger. Für das Berliner Unternehmen mit 140 Mitarbeitern springt dabei immer noch eine Gewinnmarge (der Umsatzanteil, der nach allen Abzügen unterm Strich übrig bleibt) von fünf Prozent raus.

Analysten gehen davon aus, dass der Gewinn je Aktie 2014 zunächst auf der Stelle treten wird. Doch kürzlich wurde ein Gesetz verabschiedet, das deutschen Krankenkassen nun erlaubt mehr Importe zu finanzieren als zuvor. Das soll die Überschüsse von Heamato bis 2015 um knapp 20 Prozent auf 45 Cent pro Papier treiben. Der Umsatz soll im gleichen Zeitraum laut Analysten im Schnitt um gut 40 Prozent auf dann 246 Millionen Euro springen. Für Aktionäre fällt immer mehr ab: Die Rendite kann von 5,7 auf satte 6,2 Prozent steigen. Das Kurszielliegt 30 Prozent über dem aktuellen Niveau. Anleger sollten allerdings nur begrenzt Aktien ordern, da dieses Papier mit einem geringen Volumen gehandelt wird.

Viel besser als der Durchschnitt

Der Aktienkurs von Haemato hat 2013 zum Abflug angesetzt. Seitdem performt das Papier, das im Entry Standard gelistet ist, viel besser als der Durchschnitt aller Aktien an der Frankfurter Börse (CDax). Das Kursziel beträgt 6, 70 Euro. Der Stoppkurs liegt bei 4,50 Euro.

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