Euro am Sonntag - Erfolgreiche Neuausrichtung

Haemato AG » Die Fokussierung auf das Pharmageschäft beschert dem Unternehmen starke Zuwachsraten. Zudem besticht die Aktie mit einer hohen Dividendenrendite

Vor nicht einmal einem Jahr als Value-Wert der Woche empfohlen — und nun eine Performance von 150 Prozent. Die Haemato AG (ehemals Windsor AG) entpuppt sich als absoluter Highflyer. Die Neuausrichtung des Unternehmens weg von Immobilien hin zu Pharma erweist sich immer mehr als kluger Schachzug von Firmenchef Christian Pahl.

Der Berliner Konzern hatte im April 35 Prozent der Pharmasparte der MPH Mittelständische Pharma Holding übernommen und den Anteilsbesitz im Juni auf 100 Prozent ausgebaut. Seither konzentriert sich Haemato auf den Handel von Generika und Parallelimporte von Arzneimitteln aus europäischen Ländern, in denen Originalpräparate deutlich günstiger sind als in Deutschland.

Da Verbraucher und Patienten durch den Kauf dieser Medikamente viel Geld sparen, sind die einzelnen Wachstumsraten nicht verwunderlich. So wächst die Generikasparte von Haemato um zehn Prozent im Jahr und im größten Teilbereich von Parallelimporten — den Onkologika und Antipsychotika — liegen die Zuwächse bei 30 Prozent. Dementsprechend steil gehen die Geschäftszahlen von Haemato nach oben. So kletterten im zweiten Quartal die Umsätze um rund 20 Prozent auf 57,7 Millionen Euro.

250 Millionen Euro Umsatz

Haemato profitiert nicht nur vom generellen Wachstumstrend der Branche, sondern steigert zusätzlich die Zahl der angebotenen Generika und der via Parallelimport eingeführten Medikamente. Die Basis wächst damit zusehends. Da das Pharmageschäft erst im zweiten Quartal in die Bilanz einbezogen wurde, ist in diesem Jahr zwar nur mit einem Umsatz von etwa 160 Millionen Euro zu rechnen, doch 2014 sollte Haemato 250 Millionen Euro schaffen. Wie zu hören ist, soll der Umsatz im dritten Quartal noch stärker gewachsen sein als im zweiten.
Ergebnisseitig ist ebenfalls mit starken Daten zu rechnen. Nach einem Halbjahresgewinn von 3,8 Millionen Euro kündigt Manager Pahl für das zweite Halbjahr einen Gewinn von über vier Millionen Euro an. Für das Gesamtjahr erwarten wir mindestens acht Millionen Euro.

Mit einem 10er-Kurs-Gewinn-Verhältnis ist Haemato damit wegen des starken Wachstums und des vergleichsweise risikolosen und konjunkturunabhängigen Geschäftsmodells nicht nur günstig zu haben. Der Wert ist auch unter Dividendengesichtspunkten interessant.

Großaktionär MPH dürfte nämlich an einer hohen Zahlung interessiert sein. Für 2013 sollte wie schon für 2012 die Dividende mindestens 0,25 Euro je Aktie betragen. Möglicherweise sind auch 0,27 Euro drin. Mit einer Rendite von 7,0 Prozent hat die Aktie trotz des jetzt schon starken Laufs weiteres Potenzial.

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