Euro am Sonntag - Das beste Rezept für Pharma

VALUE-WERT DER WOCHE

Georg Pröbstl ist Chefredakteur der Value-Depesche. Der wöchentliche Börsenbrief (www.value-depesche.ch) ist auf unterbewertete Aktien spezialisiert

Das beste Rezept für Pharma

Haemato AG – Nach einem starken Umsatzwachstum 2013 wollen die Berliner weiter zulegen. Die Senkung der Zwangsrabatte in der Pharmabranche dürfte den Gewinn zusätzlich treiben

Eigentlich war es nur eine kleine Notiz am Rand, und das auch nur in wenigen Medien: Vergangene Woche beschloss der Bundestag eine Änderung beim Zwangsrabatt der Arzneimittelhersteller. 2010 wurde dieser Rabatt, den Pharmaunternehmen den Krankenkassen auf ihre Medikamente geben müssen, von 6,0 auf 16,0 Prozent erhöht, um die Kosten im Gesundheitswesen zu dämpfen. Nun wurde vergangenen Donnerstag ein neuer Satz von 7,0 Prozent bis Ende 2017 beschlossen. Der neue Rabatt gilt ab April. Für Januar bis März werden 6,0 Prozent berechnet. Wohl wegen der geringen Publizität des Bundestagsbeschlusses zum Zwangsrabatt hat die Senkung bei der Aktie von Haemato bisher noch keine Sprünge ausgelöst, dürfte aber positiven Einfluss auf den Gewinn des Pharmahändlers haben.

Zwar bringt die Aktie seit Besprechung an dieser Stelle im November 2012 bereits ein Plus von 150 Prozent - doch da ist noch einiges drin. Denn schon ohne Senkung des Zwangsrabatts laufen die Geschäfte rund beim Experten für Generika und Parallelimporte von Arzneimitteln. Bezogen auf ein volles Jahr steigerte Haemato Pharm, die Pharmatochter der Berliner, ihren Umsatz 2013 um 16,2 Prozent auf 217 Millionen Euro. Der Gewinn lag bei 8,2 Millionen Euro - das waren geschätzte 0,39Euro je Aktie.

Umsatz steigt weiter

Da Pharma im Allgemeinen eine Wachstumsbranche ist und Haemato im Speziellen die Zahl seiner gehandelten Medikamente beständig ausbaut, sind auch in den nächsten Jahren schöne Zuwächse zu erwarten. Firmenchef Christian Pahl will den Umsatz seines Unternehmens auf jeden Fall schon in diesem Jahr weiter steigern. Aus gut informierter Quelle heißt es, dabei werde ein Umsatz von mehr als 250 Millionen Euro angestrebt.

War wegen des aktuellen Preisdrucks vonseiten der Großhändler bisher von einem unterproportionalen Gewinnanstieg bei Haemato in 2014 auszugehen, so kann sich nun wegen der Senkung des Zwangsrabatts sogar eine leicht überproportionale Entwicklung beim Ergebnis ergeben und schon für 2014 ein Achter-KGV der Aktie.

Haemato ist aber nicht nur wegen der im Branchenvergleich günstigen Bewertung interessant, sondern auch wegen seiner hohen Dividende. Wie es heißt, soll die für 2013 möglicherweise nicht bei 0,25 Euro je Aktie liegen wie schon fürs Vorjahr, sondern vielleicht auf 0,28 Euro steigen - das ergäbe eine Dividendenrendite von 6,7 Prozent. Entwickelt sich der Gewinn wie erwartet, wäre für 2014 eine Ausschüttung von 0,30 Euro und mehr drin. Bei einer möglichen Dividendenrendite von 7,2 Prozent hat die Aktie noch weiteres Kurspotenzial von mehr als 40 Prozent bis 6,0 Euro.

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